Jörg Bierwirth Bürgermeister Schieder-Schwalenberg
Gemeinsam für Schieder-Schwalenberg
  • Start
  • Aktuelles/Blog
  • Über mich
05. Februar 2026

Prinzenhaus ist Denkmal des Monats

"Vom Mauerblümchen zur Perle des Kurparks"
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat unser Prinzenhaus zum Denkmal des Monats Februar 2026 gekürt und lobt die denkmalgerechte Sanierung.
Wer hätte noch vor wenigen Jahren geahnt, welches Potential in dem kleinen Häuschen im Landschaftspark des Schlosses Schieder steckt? Unpassende Umbauten in den 1960er-Jahren und jahrelanger Sanierungsstau führten zu einem traurigen Eindruck. Einzig der überlieferte Titel „Prinzenhaus“ ließ noch auf die besondere Bedeutung des Hauses schließen.

Einst als Teehaus im Auftrag von Leopold II. im Jahr 1843 errichtet, diente das Prinzenhaus als Rückzugsort für die fürstliche Familie des Hauses Lippe. Neben dem repräsentativen, sommerlichen Jagdschloss Schieder bot sich hier die Möglichkeit einer familiären Auszeit abseits der höfischen Etikette.

Der Landbaumeister des Fürstentums Lippe, Ferdinand Wilhelm Brune, entwarf ein sogenanntes Schweizerhaus mit flach geneigtem Dach, profilierten Pfettenköpfen und zierlichen Holzsägeelementen. In einer Zeit der Romantisierung von Natur als Reaktion auf die zunehmende Industrialisierung der Umwelt waren Schweizerhäuser eine zeittypische Bauaufgabe. 

 

Während des vermeintlichen Dornröschenschlafes des Prinzenhauses waren viele Akteure wie der Förderverein „Schloss und Schlosspark Schieder“ und die Stadt Schieder-Schwalenberg aktiv, um Möglichkeiten für eine Sanierung und Nutzung des Teehauses zu schaffen.

Unterstützt mit einer Förderung des Landes wurde die Instandsetzung schließlich in den Jahren 2023 und 2024 durch das Planungsbüro LOMA aus Kassel hervorragend begleitet und denkmalgerecht umgesetzt.

 

Nach der Entfernung der neueren Einbauten zeigte sich erfreulicherweise, dass wesentliche Bauteile wie die gestaltete Dachkonstruktion und die Holzverzierungen der Türöffnungen nur verkleidet und noch vorhanden waren. Die gute Quellenlage ermöglichte es zudem, die Gebäudehülle denkmalgerecht instand zu setzen und weitestgehend in den Originalzustand zurückzuführen. Auch die heutige Farbfassung wurde auf der Grundlage von Befunden wiederhergestellt.

 

Dezent und funktional wurde im Außenbereich die notwendige barrierefreie Erschließung über eine seitliche Öffnung ermöglicht. Der Eingangsbereich mit der großzügigen Sandsteinstufenanlage konnte hierdurch erhalten bleiben und prägt die aufwändig gestaltete Hauptansicht des Teehauses.

 

Das sehr harmonische Erscheinungsbild der historischen Bausubstanz in Verbindung mit der funktionalen Ausstattung zeigt deutlich, dass Engagement und Zusammenarbeit aller Beteiligten zu einem herausragenden Ergebnis führen können.

Inhalte von YouTube werden aufgrund deiner Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Akzeptiere die funktionellen Cookies im Cookie-Banner, um den Cookie-Richtlinien von YouTube zuzustimmen und den Inhalt anzusehen.
tagPlaceholderTags:

Jörg Bierwirth bei Instagram
Jörg Bierwirth bei Xing
Impressum | Datenschutz | Cookie-Richtlinie | Sitemap | Vertrag widerrufen
Abmelden | Bearbeiten
  • Start
  • Aktuelles/Blog
  • Über mich
  • Nach oben scrollen